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Schlechte Luft: Fahrverbote, böse Umweltverbände und egoistische Radfahrer
#31
Nein, ich habe Dir mal die Fakten genannt, sonst nix.
Irgendwie kommst Du damit nicht klar wie ich sehe.

Egoistisch habe ich auf Bezug von Deinen Kommentaren hier geschrieben, mit den Leuten in Köln, die bald ein riesen Problem haben werden.
Nicht von Deinem Forum, das ich sehr gut finde. Und ich finde es toll, wie es aufgebaut ist. Ja, da steckt viel Arbeit hinter.
Chevrolet Transsport 3,4 V6 auf LPG 270.000km
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#32
Zitat:Egoismus (von lateinisch ego „ich“ mit griech. Suffix -ismus) bedeutet „Eigeninteresse“[1], „Eigennützigkeit“. Das Duden-Fremdwörterbuch beschreibt Egoismus als „Ich-Bezogenheit“, „Ich-Sucht“, „Selbstsucht“, „Eigenliebe“.

Egoismen (Plural) sind demnach Handlungsweisen, bei denen einzig der Handelnde selbst die Handlungsmaxime bestimmt. Dabei haben diese Handlungen zumeist uneingeschränkt den eigenen Vorteil des Handelnden zum Zweck



Hörst du dir selber zu?
Du bezeichnest mich als egoistisch und nennst das dann Fakten?

Weder hast du Fakten (hast du mich gefragt, was all meine Beweggründe sind) noch macht die Verwendung des Wortes "egoistisch" in diesem Kontext irgendeinen Sinn. Eigentlich ist es mir ja auch egal - weshalb ich schreibe ist eigentlich nur der Grund, weil ich echt nicht verstehen kann, wie man deutsche Wörter so falsch benutzen kann und so am Sachverhalt vorbei denken kann.

Egoistisch ist man durch Handlungen, die einem SELBST einen Vorteil bringen. Kannst du das nicht verstehen?

Wenn ich sage, ich fahre mehr Fahrrad, weil ich die Umwelt schützen möchte - dann mache ich das nicht für mich. Sondern für die Umwelt. Und somit eben auch für alle anderen Menschen und Lebewesen auf diesem Planeten. Wobei es mir auch nicht speziell um mich selbst geht - sondern eben um alle, die sich bemühen etwas für die Umwelt zu tun, sich bemühen weniger Ressourcen zu verbrauchen und weniger Schaden anzurichten. Auch wenn es Organisationen die Greenpeace, der BUND, die Umwelthilfe oder sonstwer ist. 

Wenn du sagst, das sind alles Egoisten - dann müsstest du mal erklären, WAS DIE DENN SELBST DAVON HABEN. Das zeichnet ja Egoismus aus - man tut etwas, was einzig und allein EINEM SELBST einen Vorteil bringt. Andere sind einem dabei egal. Was du sagst macht also keinen Sinn - denn all diese Leute und Organisationen bemühen sich darum, dass es auch allen anderen gut geht, jetzt und gerade auch in der Zunkunft.

Und das betrifft auch dich, deine Kinder (falls du welche hast) und auch deinen Beispiel-hartarbeitenden-Familievater mit dem Corsa B - denn seine Kinder sollten auch die Chance bekommen eine lebenswerte Zukunft zu haben. 

Sorry, das macht einfach keinen Sinn, was du erzählst.

Denn überlege mal - welchen Vorteil habe ich denn (denn mich speziell hast du ja als einen besonderen Egoisten wie du es noch nicht erlebt hast bezeichnet) jetzt davon, dass ich nicht Auto fahre? Ich brauche mehr Zeit für alles. Wenn das Wetter scheiße ist, dann macht das absolut keinen Spaß. Ebenso bei Gegenwind. Ich kann große Sachen schlechter oder gar nicht transportieren. Einkaufen ist komplizierter. Lange Strecken muss ich mit Bus und Bahn organisieren - das ist komplizierter und viel teurer. Und manchmal geht es halt auch eben gar nicht. Den einzigen Vorteil unter den ganzen Nachteilen den ich sehe ist, dass ich vielleicht etwas gesünder lebe und etwas fitter bin. 

Und so geht es zig anderen Leuten, die sich Mühe geben, sich halt nicht ganz so scheiße gegenüber der Umwelt und anderen Menschen zu verhalten. Da ist es einfach unfair diese Leute, die auch einen Teil deiner Verantwortung tragen dann noch in den Dreck zu ziehen.


Guck doch mal in den Spiegel - wie klingt das, was du sagtest: 

(09.11.2018, 12:09)Dirk schrieb: Egal flat, rette Du die Welt, ich fahre weiterhin und gerne.

Für mich klingt dies eher egoistisch - "sollen andere mal machen, ICH habe es gerne bequem und mache so weiter wie bisher. Sollen andere die Welt retten.".
Alles nur zu DEINEM Vorteil. Und - indem DU viel Auto fährst - damit hilfst du dem armen Familienvater mit dem Corsa B auch nicht gerade, oder? Vielleicht fährst du sogar auf der sowieso schon stark befahrenen Straße vor seine schlecht isolierten Wohnung vorbei und verursachst für ihn noch zusätzlich Lärm und Abgase?

Sorry, aber das konnte ich mir echt nicht verkneifen, wenn du die Tatsachen so verdrehst. Unglaublich.

[Sarkasmus]
So, jetzt muss ich erstmal Fahrrad fahren um es all den armen hart arbeitenden Familenvätern so richtig schwer zu machen. Bestimmt steigen wegen mir auch die Benzinpreise - weil die Nachfrage wegen mir sinkt und es sich somit weniger lohnt Benzin zu produzieren. Alles aus reinem Egoismus und purer Gehässigkeit. Am besten das nächste mal, wenn vor dir ein Radfahrer fährt - einfach draufhalten - diese Egoisten gehören ausgerottet.[/Sarkasmus]

Weißt du - bei so viel blöden Sprüchen von Leuten die nicht nachdenken, da reizt es mich fast schon aufzugeben und wirklich egoistisch zu sein. Vielleicht bin ich ja schon alt genug, dass ich nicht mehr lange genug leben um mitzubekommen wie alles richtig den Bach runter geht (Klimawandel, zerstörte Umwelt) und es so richtig unangenehm und super teuer wird hier noch zu leben. Darauf steuern wir nämlich hart zu - jetzt könnte man noch was reißen, aber wenn jeder die Hände in den Schoß legt und keinerlei Privilegien aufgeben möchte, die Politik nicht endlich das Ruder herum reißt, dann wird es echt unschön. Und das wird nicht schön für unsere Kinder und deren Nachkommen. Heute hetzen hohle Nazis gegen ein paar Geflüchtete - was meinst du, was passiert wenn durch den Klimawandel immer mehr Menschen fliehen müssen, weil deren Heimat unbewohnbar wir? Schon jetzt können wir sehen, wie Düren und Naturkatastrophen zunehmen - was meinst du, wohin diese Leute gehen werden, wenn es dort keine Chance mehr gibt. Was ist denn die stabilste und wohlhabenste Gegend mit den wenigsten Risiken? Richtig - Nord/Westeuropa... Und das werden viele Millionen sein, denen dann die Lebensgrundlage fehlt!


Klar - ich mache mir keine Illusionen - ob ich alleine nun Fahrradfahre oder mich bemühe 20 Liter auf 100km rauszupusten - das wird keinen großen Unterschied machen. Da wird nur helfen, wenn alle mit anpacken und ihren Beitrag leisten....
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“Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.”
(Pythagoras, antiker griechischer Philosoph, ca. 570 v.Chr. – 510 v.Chr.)
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#33
Habe das hier mal abgetrennt. 

Im eigentlichen Beitrag Fahrverbote in Köln (auch für Euro2-Benziner) können ja - so vorhanden - hilfreiche Lösungsvorschläge gemacht werden.
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#34
(10.11.2018, 10:48)flatdown schrieb:  
... Und so geht es zig anderen Leuten, die sich Mühe geben, sich halt nicht ganz so scheiße gegenüber der Umwelt und anderen Menschen zu verhalten. Da ist es einfach unfair diese Leute, die auch einen Teil deiner Verantwortung tragen dann noch in den Dreck zu ziehen.


Guck doch mal in den Spiegel - wie klingt das, was du sagtest: 

(09.11.2018, 12:09)Dirk schrieb: Egal flat, rette Du die Welt, ich fahre weiterhin und gerne.

Für mich klingt dies eher egoistisch - "sollen andere mal machen, ICH habe es gerne bequem und mache so weiter wie bisher. Sollen andere die Welt retten.".
Alles nur zu DEINEM Vorteil. Und - indem DU viel Auto fährst - damit hilfst du dem armen Familienvater mit dem Corsa B auch nicht gerade, oder? Vielleicht fährst du sogar auf der sowieso schon stark befahrenen Straße vor seine schlecht isolierten Wohnung vorbei und verursachst für ihn noch zusätzlich Lärm und Abgase?

Sorry, aber das konnte ich mir echt nicht verkneifen, wenn du die Tatsachen so verdrehst. Unglaublich.


Ohje Flat, Du müsstest Dich mal hören.
Meld Dich doch einfach mal bei den ganzen Ökospinner irgendwo anders an. Das hier ist doch ein TS Forum.

Deutschland soll voran gehen. Nahklar und alle werden folgen.
Nein keiner folgt, die kaufen nur unsere enteigneten Autos billig auf und fahren dann weiter.
Ne, Deutschland ist ne Lachnummer geworden, ganz Europa lacht schon.

Alle anderen EU Länder bauen auch die Messstation EU Konform auf und haben keine Probleme. Wien 2 Mill Einwohner und keine Fahrverbote, keine vom Steuerzahlerbezahlte DUH.
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#35
(09.11.2018, 19:54)flatdown schrieb: Moin, 

vielleicht habe ich doch etwas Interessantes für dich, Olaf - nix Verbindliches, aber ich habe woanders ungefähr Folgendes gelesen: "Laut E-Mail-Auskunft von der DUH, die ja geklagt hatte, sind aber beispielsweise Autos mit Gasantrieb vom Fahrverbot ausgenommen". Vielleicht gibt das Hoffnung? Würde Sinn machen, da bei Gas faktisch kein messbarer Feinstaub anfällt. Vielleicht aber nur für monovalente Gasautos, die Mehrzahl kann ja auch mit Benzin fahren - evtl. ein Ausschlusskriterium?! 


Letztlich wird man aber tatsächlich erst einmal abwarten müssen, bis die Regulierungen ausgearbeitet sind. Bisher gab es ja nur das Urteil, dass Fahrverbote rechtlich zulässig und geboten wären.



Wenn, dann musst Du nen kleiner als 15 Liter Tank einbauen und neues Gutachten erstellen lassen.
1. Frage: LPG Anlage verbaut? Denke nicht
2. Gutachten sehr teuer, lohnt sich nicht
3. Euro 3 Nachrüstung: nach meinen Wissen gibt es die nicht.

Fazit:

Habe ich Dir schon geschrieben, was Du machen kannst. Aber vielleicht kann Dich ja Flat trösten mit seiner Weltanschauung.
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#36
Da Olaf dein neuerlicher Beitrag Olaf auch nicht wirklich weiterhilft, habe ich diesen in die Laberecke hier verschoben.

Aber schön, dass du dir jedes mal wieder die Mühe gibst meine Weltanschauung als negativ zu bezeichnen. Fast schon eine Auszeichnung, wenn es von dir kommt  Hahaha


Olaf und andere werden schon kapieren, dass ich ihnen nichts Böses wünsche. Im Gegenteil. Es geht nur drum nicht stumpf gegen Maßnahmen zu hetzen, die unterm Strich Menschen in betroffenen Gebieten besser und vor allem gesünder zu leben. Von Maßnahmen, die die Umwelt schützen profitiert Olaf genauso wie du, genauso wie dein angeführter armer Familienvater mit Corsa B, genauso wie seine Kinder usw... 

Aber was soll, deine Scheuklappen sitzen erstaunlich fest, wenn du das nicht sehr möchtest.
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#37
Warum kann man eigentlich ein Thema XY nicht vernünftig diskutieren, ohne sich dabei persönlich an die Gürgel zu gehen?
@Dirk: wenn zu Hause deine Frau eine andere Meinung hat, gibt es blaue Augen oder wie? Virtuell bist du hier schon dabei, welche zu verteilen und in manch anderem Forum hättest du jetzt schon eine Auszeit für die Art und Weise, wie du mit persönlichen Angriffen deine Dreckschleuder verteidigst.
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#38
Ja, eine Diskussion bringt auf diese Art wohl wenig. Ich gebe Dirk mal eine Woche Ruhe und Zeit noch einmal darüber nachzudenken, ob er hier konstruktiv und mit den nötigem Verhalten mitdiskutieren möchte. Vielleicht findet er ja ein paar echte Fakten statt nur Tatsachen zu verdrehen und beleidigend zu werden. 

Womit übrigens Olaf und anderen Betroffenen auch nicht geholfen ist.

Letztlich müssen wir wohl erst einmal abwarten, bis entsprechende Regulierungen ÜBERHAUPT formuliert sind. Erst dann wird klar sein, welche Ausnahmen es geben wird, was man machen kann.

Sollte jemand noch Infos finden, ob man den Transsport per Zusatzkat (oder andere Maßnahmen) auf Euro 3 bringen kann, ob es für ein Fahrverbot einen Unterschied macht  Euro 2 oder Euro 2/D3 zu haben... Dann bitte Hilfreiches in den Thread wo Olaf gefragt hatte.

Der Rest ist politisch. Ich würde mir ja wünschen, dass im Falle eines tatsächlichen Fahrverbotes zumindest Hilfen angeboten werden. Vielleicht etwas zu blauäugig das zu erwarten, aber wäre doch nett, wenn Betroffene zumindest den Nahverkehr kostenlos oder kostenreduziert benutzen dürften. Rabatt gegen Vorlage des Fahrzeugscheins zum Beispiel.

Beste Grüße
FLATDOWN
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#39
Mit dem Urteil für Bonn sind wohl auch Benziner Euro 3 eingeschlossen, zumindest in einigen Straßenzügen. Ich persönlich finde ja solche Urteile - das straßenweise Sperren - schon etwas pervers, weil sie im Grunde nichts mit dem Umweltschutz oder Gesundheit der Bürger zu tun haben, sondern lediglich sagen: Fahrt nicht mehr an dieser Meßstation vorbei, nehmt einen anderen Weg
Diese Argumentation entspricht im groben auch der Denkweise von Merkel und Konsorten, die letzte Woche meinten, sie lösen das Problem einfach, in dem sie die Grenzwerte hochsetzen. Das entspricht zwar nicht den EU-Vorgaben und kostet ein paar Millionen, aber am Geld liegt es ja nicht. Solche Urteile und die darauf folgenden Berufungen bringen vorallem Zeit, im weiteren Verlauf aber auch wieder Geld in irgendeiner Form, sei es durch Auto-Neukäufe usw. Und selbst das angedachte Versetzen von Umweltmeßstationen bringt dem Staat zumindest Umsatzsteuer.
Die Autoindustrie in Deutschland muß eine mächtige Lobby haben, viel größer als wir alle annehmen. Und da hilft es nicht, einfach Grün zu wählen, denn auch die sind da, wo sie an der Macht sind, handzahm geworden. Die Geschichte sagt, in diesen Fällen, wo es immer wieder am Volk vorbei geht, muß man den Rand wählen. Der rechte Rand ist zu 80% CDU, mit der sind wir in diesen Schlamassel gekommen, warum sollte sich das mit einer AfD also ändern. Würde man dort auf Alt- und Jungnazies wie Gauland und "Bernd" Höcke verzichten, verliert man wohl ultra-Rechtsaußen, gewinnt aber einen Großteil der Mitte, sprich: CDU, den Ausverkauf der SPD oder FDP und dann wären wohl auch Mehrheiten drin, aber die aktuelle Braunfärbung möchte keiner zurück, denn die Leute wissen, was da kommt, Ostpreußen muß zurück ins Reich....
Bei Links denkt jeder sofort an die DDR und manche hängen gleich die Fahnen wieder raus. Wenn die Linke aber ihr Profil mal anpassen würde und sagt, wie denn ein Deutschland unter denen aussieht, könnten sie in der aktuellen Lage durchaus Mehrheiten gewinnen, sieht man ja an Grün.
Wie eingangs gesagt, der Deutsche ist ein Herdentier, der ist kein Aufmucker wie z.b. der Franzose. Dort wären jetzt Autobahnen dicht und man verbrennt Altreifen, bis es keine mehr gibt, auch bei uns nicht. Von daher mach ich mir auch wenig Hoffnungen. Und betrachtet man die Ergebnisse der letzten 20 Großdemos, interessiert es in Berlin auch keinen, was da gefordert wird. Egal, ob Atomkraft, Flüchtlinge oder Autos, es perlt ab. Der brave Deutsche wird seiner Führung folgen und sich früher oder später z.b. ein neues Auto kaufen.

Ich hatte es auf Seite 1 schon mal gesagt, in den Urteilen geht es nur darum, als Stadt oder Gemeinde ein Betroffener zu sein. Denn nur dann gibt es die von der Regierung angedeutete finanzielle Unterstützung bei der sog. Flottenerneuerung, also dem Austausch aller Fahrzeuge im Kommunalbetrieb, im ÖPNV. Anvisiert ist ebenfalls eine finanzielle Unterstützung der in diesem betroffenem Raum wohnenden Dieselfahrer (z.Z. ist von Benzinern da noch keine Rede). D.h. ein Dieselfahrzeugbesitzer mit Euro < 5 bekommt einen Sonderrabatt beim Kauf eines Neuwagens, den die Autofirmen aber eh schon anbieten, teils bis 10.000 Euro, aber es wird dann nicht mehr, weil Mutti Merkel was versprochen hat. Wer nicht im Einzugsbereich wohnt, der macht eine lange Nase. Da bekommt auch der betrogene Dieselfahrer nichts mehr.
Die ersten Urteile zu Fahrverboten gab es im Frühsommer, betroffen sind aktuell, ich glaube 15 Städte, als nächstes steht wohl Mainz auf dem Plan. Eingebunden in Merkels Pläne ist wohl auch der nähere Umkreis, um eben Pendler einzubeziehen. Ich war früher einmal die Woche in Köln, weil dort das Zentrallager von Caterpillar war (vielleicht auch noch ist, keine Ahnung), dazu ging es dann mal auch in die Stadt. Das wäre mit Fahrverbot nicht mehr drin. Und mal ehrlich: muß ich mit meinem Auto reinfahren oder reichen nicht auch die Öffentlichen? Jeder Einwohner des Stadtzentrums wird es mir danken, wenn meine Kiste vor der Stadt stehen bleibt. Köln macht es meiner Meinung nach auch richtig, nicht wie Bonn oder Hamburg, wo nur einzelne Straßen für die Stinker gesperrt sind. Köln schließt den gesamten Innenstadtbereich für Diesel kleiner Euro 5 und für Benziner Euro1 + 2.
Das wird zumindest in der Theorie etwas bringen für die Anwohner und Gäste im Zentrum, zumindest, wenn man es so durchzieht, wie im Urteil genannt. Es war zwar langfristig abzusehen, das es in diese Richtung gehen wird, aber trotzdem wäre das gesamte Zentrum praktisch tot, wenn man knallhart entsprechend diesem Urteil jede Zufahrt sperren und kontrollieren würde. Vom Müllwagen bis zum Pizza- oder Paketlieferant, kein Handwerker, keine Baumaschiene usw usw. Und (was mich am meisten stört), der Rhein geht mittig durch diese Zone, diese fetten Diesel tuckern weiter und haben keinerlei Euro-Klasse, die blasen raus, was der Auspuff und Tank her gibt.

Wenn ich nicht gerade in eine der bereits betroffenen Städte fahren möchte, bin ich noch kein Betroffener von Fahrverboten. Aber wer hat mich gefragt, als es zum Beispiel um das Verbot von Holzheizungen ging. In einem waldreichen Gebiet wie hier wird seit tausenden Jahren mit Holz geheizt. Ein nachwachsender Rohstoff, der immer anfällt. Dafür muß nicht mal ein Baum gefällt werden, es reicht, die abgestorbenen Bäume und Äste aufzuarbeiten. Sehr beliebt im Osten waren die sog Forster Etagenheizungen, ein kleiner oder auch größerer Ofen, der mit Holz oder Kohle befeuert werden kann und der bei richtiger Installation auch ein Einfamilienhaus versorgt hat und das alle mal billiger als mit Öl oder Gas. Die Anlagen gab es als Bausatz, jeder halbwegs Interessierte konnte sich solch Anlage zusammenschrauben, nix löten oder schweißen, ein Schornstein, eine Steckdose, ein paar Dübel in die Wand und ein paar Rohre zusammen geschraubt, fertig. Solch Anlagen wurden vorallem im ländlichem Bereich sehr viel verwendet bzw überall dort, wo keine zentrale Wärmeversorgung vorhanden war.
Solch Anlage habe ich hier noch stehen, aber eben nur als Backup, Baujahr 1982. Wenn ich den Gußkessel nicht zerkloppe oder kaputtfrieren lasse, wird der 1000 Jahre alt. Im Haus verwende ich eine Elektroheizung, in der Anschaffung etwa doppelt so teuer wie eine heutige moderne Ölheizung, dafür später keine Wartungskosten, kein Dreck, kein Schornstein, kein mit Tanks belegter Keller usw. Meine Anlage läuft heut mit 100% Ökostrom, so zumindest der Anbieter. Durch den Stromverbund ist das eh ein riesen Schwindel, nur Geldmacherei....
Heizungs-Stromkosten für mein Haus per Anno zwischen 2000 und 3000 Euro, abhängig vom Winter, in diesem Jahr wohl eher ganz wenig  :-D
Würde ich rein mit Holz heizen, hätte ich nicht mal 10% der Kosten, darf ich aber nicht, weil mein Ofen vor 1985 hergestellt wurde. Ich brauche entweder einen neuen Ofen oder teure Filtertechnik. Dazu muß man wissen, das bei dieser Art Heizung der Ofen die Größe eines Kühlschranks hatte und meist in der Küche neben dem Herd aufgestellt wurde, soll heißen, der neue muß an genau dieser Stelle wieder hinpassen. Ist er größer, braucht es eventuell noch eine neue Küche. Der reine Ofen, der nur optisch etwas schöner aussieht als mein 40 Jahre alter, kostet knappe 6000 Euro. Da ich es nur als Backup in einem Zimmer habe, müßte ich das gesamte Haus nachrüsten, also Rohre verlegen, Heizkörper motieren, Kosten irgendwo bei 16000 Euro, allerdings gibt es in Berlin auch Überlegungen, die gesamte Holzverbrennung zu verbieten und das betrifft dann jeden Kamin, also viel mehr Leute als die seit 2015 mit Inkrafttreten der neuen Emissionsschutzgesetze betroffenen Hausbesitzer, von daher fragwürdig, ob man überhaupt beginnt (vergleichbar mit: sollt ich mir heute noch einen TS kaufen?).
Das ist im Prinzip das Gleiche wie das Diesel-Gate, nur ohne Räder dran. Sicher haben Bürger und Verbände geklagt und viele haben auch Fördermittel bekommen, allerdings sind das immer nur 10 oder 20%, den Rest trägst du selber, analog dem Auto-Problem.
Schau ich an einem kalten Wintertag über meinen Ort oder die nächste Stadt, muß ich sagen: kann nur richtig sein, denn gesund ist das nicht. Und das gilt analog für Autos. Natürlich kommen da Sprüche wie Enteignung und BlaBlaBla, trifft für meine Heizung genauso zu, aber es ist eben auch absehbar, das solche Fahrverbote kommen werden und jeder, der mal zwei Minuten am Auspuff geschnüffelt hat, sein Auto mal in einer geschlossenen Garage gestartet hat oder an einer Ampel solch Stinker vor sich hat, muß eigentlich einsehen, das das nicht gesund sein kann. Am Ende werde auch ich mir ein neueres Auto kaufen, freiwillig oder per Dekret. Man spricht ja auch von Steuererhöhungen für die älteren Autos. Ein TS mit Euro 1 zahlt ~ 550 Euro, wer fährt den noch? Und wer würde den noch fahren, wenn er dann 1000 Euro Steuer kostet? Da ist die Steuer mehr Wert als die meisten 25 Jahre alten TS.
Ich kann es nicht mit Zahlen belegen, aber mir durchaus vorstellen, das unserer TS / Chevy TS mit den amerikanischen Abgasnormen immer noch sauberer ist als ein 15 Jahre alter Betrüger-VW (so lang geht die Bescheißerei nämlich schon) und das der TS die Euro 2 nur hat, weil es zum Zeitpunkt der Zulassungserteilung noch garkeine anderen Stufen gab. Ist auch egal, am Ende hat der Staat die Macht und der wird in die Richtung gelenkt, wo VW und Daimler hin wollen.
Ich hab noch nicht gesehen, das Hunderttausende analog 89 durch die Straßen gezogen sind und ihre Autos verbrannt haben. Am Ende würden sich Regierung und Konzerne noch drüber freuen, weil man ja doch ein Auto braucht. Theoretisch müßten die Fahrzeughersteller jetzt auch eine riesen Rücknahme anleiern, Zerlegen, wieder verwerten. Statt dessen karrt man sie zu Millionen in den Ostblock, Bulgarien, Rumänien, egal.... Die Käufer beschissen und belogen, den Staat beschissen und belogen, nun vom Staat abkassieren und den dreckigen Schrott auch noch mal verkaufen. Und wenn Bulgarien in 5 Jahren aufgewacht ist, geht der Spaß von vorne los und die Dinger gehen nach Afrika. Da landet eh der ganze Müll aus Europa, warum nicht auch Autos....
Keine Ahnung, was passiert, wenn hier mal ein neuer Kanzler den Auto- und Energiekonzernen die Stirn bieten möchte. Lebt der lange? Hat der am Ende einen Verkehrsunfall oder einen tragischen Flugzeugabsturz? Kann ja passieren....
Hier, vom Schreibtisch aus, sieht das für mich als Kanzler sehr einfach aus, VW und der Rest der Betrügerbande hat 3 Monate Zeit, ein Konzept zu entwickeln. Die haben betrogen und uns allen inkl Staat seit 15 Jahren übers Ohr gehauen. Nun steht gerade dafür. Innerhalb eines halben Jahres ist mit Wiedergutmachung zu beginnen, Schadensersatz zu 100%, auf deren Kosten auf Sauber umbauen oder einen sauberen Neuwagen liefern. Zurück genommene Autos werden recycelt, nicht exportiert, inklusive der am BER. Exportiert werden darf nur, was den aktuellen deutschen Gesetzen entspricht. Das zählt für meinen Heizkessel genauso wie für Autos.
Für Kohle, Gas und Öl gibt es in Kraftwerken auch Beschaffungskosten, das Zeugs kommt aus der Erde, irgendwo in der Taiga oder durch Fracking aus dem Trump-Land, muß hier her befördert werden usw. Diese Beschaffungskosten gibt es bei Wasser, Wind und Sonne nicht, warum kostet der Strom das Gleiche wie Kohlestrom? Das Windrad eines Ex-Verwandten hat kurz vor der Euro-Einführung mit allem drum und dran eine knappe Mio DM gekostet, vom Landkauf über Genehmigungen bis hin zum Kran. Das war im Jahr 2000. Nach zwei Jahren waren die Kosten drin, seither Gewinn. Der Windpark hier vor Ort gehört zu einem Forschungszentrum für Erneuerbare, weshalb es da viele unterschiedliche Typen von Windrädern gibt, angeschlossen sind ebenfalls ein riesen Solarpark und eine Biogasanlage, im Prinzip alles, was Ökoenergie erzeugen kann. Die aktuelle Leistung entspricht z.Z. der von 7 Atomkraftwerken. Geforscht wird unter anderem an Speichermöglichkeiten, um wind- oder sonnenarme Phasen zu überbrücken.  Schau ich mir an, was in Germany an Windrädern steht, wundert es mich nicht, das gerade im Sommer viel Energie ins Ausland verschenkt wird, auch eine Erklärung, warum in jedem Nachbarland Strom nur die Hälfte kostet. Weil der Deutsche aber von Natur aus eher Schaf als Wolf ist, läßt er das mit sich geschehen wie eben beim Heizungsofen oder beim Euro-2-Auto.
Natürlich kann ich auf die Straße gehen, irgendwen verklagen, eine Sondergenehmigung u.U. erreichen, aber was ist denn das Resultat daraus: Ich darf im "Idealfall" meine alte Dreckschleuder weiter fahren und meine Umwelt weiter verpesten und da reicht die Frage an das eigene Gewissen: ist es das, was ich möchte? Was ist aus den großen Worten geworden: Wir haben unsere Erde nur von unseren Kindern geliehen? Ein großer Spruch, der einen Tränen in die Augen treibt, wenn man mal links und rechts schaut. Das will ich meinen Kindern vererben?
Wäre ich Industriekonzern, könnt ich mir Emissionspapiere kaufen. Für ein paar Millionen in die Finanzkasse des Bundes darf ich dann Dreck in die Umwelt schleudern, die u.U. später Milliarden kosten, z.b. im Gesundheitswesen. Ein geiles Geschäft....

Ja, ich fahre auch solch Euro-2-Auto und meine Ausrede ist: weil ich es muß. Hier gibt es keine Öffentlichen, nur einen Rufbus, der zu festgelegten Zeiten kommt (wenn er bestellt wurde) oder eben nicht, das klappt vielleicht zu 60%. Mit Glück bekommt man für den Rest vorher eine Absage, mit Pech wartest du umsonst. Hier zu Hause stört es mich nicht, dann geh ich wieder heim, wer der nicht kommt, aber wie komm ich von der Stadt nach Hause?
Der Rufbus ist entweder ein VW-Bus oder ein Vito, beides Diesel, davon gibt es in unserer Ecke mindestens 10 Autos. In der Regel sitzt der drin, der ihn bestellt hat, also ein einzelner Fahrgast, entspricht einem Taxi zu Buspreisen. Ist es für die Umwelt nun besser, mit diesem Euro-4 Diesel die Luft zu verpesten oder bin ich mit meinem Euro-2-Benziner sauberer?
Die Bahn im Nachbardorf, 2007 noch neu elektrifiziert und komplett überholt (neuer Schotter, neue Schienen), wurde 2015 eingestellt, war eh nur Notfallstrecke für den ICE von Berlin nach Hannover, mit kleineren Pendlerzügen, die aber nicht in die nahe Kreisstadt fahren, sondern an eine Kreuzung 20km weg wieder auf die Hauptstrecke geleitet werden. Von da könnt ich wieder mit einem Rufbus in die Stadt, die von mir aber auch nur 20 km weg ist.
In die andere Richtung wäre die Landesgrenze. Die haben dort wohl noch Busse, fahren aber nur in ihrem Bundesland, also nix für mich.
Am Ende fahr ich mit meinen TS in die Stadt und wenn das hier auch verboten wird, steh ich genauso da wie der Olaf in Köln. Und ich werde ich mir, wie Millionen anderer auch, etwas moderneres zulegen müssen, zur Zeit keine Ahnung, wie, aber ich weiß, das es für die nahe Zukunft absehbar ist, von daher sollte es mich nicht von heut auf morgen treffen.
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#40
Stimme da Uwe voll zu. Habe mir einen Ford Transit Courier Kasten mit Diesel und Euro 6 zugelegt. Hoffe damit die nächsten Jahre über die Runden zu kommen wegen Fahrverbote.
[Bild: keckysig.jpg]
3,8 V6 LPG, Innenausstattung Bordeauxrot
über 400.000km (erster Motor)(verkauft)
Ford Transit L3 Pritsche
Husqvarna 401 svartpilen 
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#41
(11.11.2018, 16:19)jacobi22 schrieb: Mit dem Urteil für Bonn sind wohl auch Benziner Euro 3 eingeschlossen, zumindest in einigen Straßenzügen. Ich persönlich finde...

Moin Uwe,

obwohl, ich zitiere jetzt besser mal nicht alles  Augenrollen
Dachte ja erst mein Handy platzt - ich war so töricht, deinen Text von dort aus aufzurufen. 
Selbst in Schriftgröße 0,8 Punkt schon viel zum scrollen und ich dachte "Waaaaaaaaa.....?"

Hab mir die Zeit genommen alles in Ruhe zu lesen - ja... gut formuliert, kann ich so unterschreiben! Danke für die Mühe!


Aber was soll auch sonst von mir kommen, dem offiziellen egoitischen Ökospinner des Forums!?
Schüchtern

Beste Grüße
FLATDOWN
[Bild: flatdown-banner.png]
“Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.”
(Pythagoras, antiker griechischer Philosoph, ca. 570 v.Chr. – 510 v.Chr.)
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#42
Heute lernen wir: Die schlechten Messwerte an den Straßen in den Städten haben GAR NICHTS mit den Manipulationen der Dieselhersteller zu tun. Diese Geschichte ist angeblich durch die Software-Updates komplett beseitigt?

Der lieber Scheuer von der CSU erklärt es uns: Marietta Slomka vs. Scheuer im „heute journal“

Tja... weiß nicht:

Weiterhin dreckige Luft trotz Software-Updates

Software-Updates für Diesel-Pkw sind angeblich kaum wirksam

VW-Softwareupdate hält Umweltvorschriften nicht ein

Wie die Regierung den Konzern schützt (Video)



Aber okok - das ist alles Diesel. Geht uns hier eigentlich nichts an. Aber die Sache zeigt exemplarisch ganz gut, wie die Hersteller operieren.

Das mit dem Stickstoffproblem ist ja nur die halbe Wahrheit.

Verarscht wurden wir und die Regierung ja schon seit Jahrzehnten. Und seitdem die KFZ-Steuer bei neueren Modellen sich auch nach CO2 Ausstoß richtet, ist es genau genommen eigentlich sogar Steuerbetrug - die Taktik, geringere Verbrauchswerte anzugeben. Daran haben wir uns schon lange gewöhnt - im Alltag brauchen die Autos mehr, als die Hersteller angeben. Somit stoßen sie mehr CO2 aus. Vor nicht allzu langer Zeit wurden die Testwerte noch auf dem Prüfstand gewonnen - teilweise mit abgeklemmten Lichtmaschinen usw. - alles was eben spart. In der Realität aber dann für mehr Verbrauch sorgt. Nun soll der neuere WLTP-Testzyklus Abhilfe schaffen, der sich näher an der Realität orientieren soll. Batterien dürfen bspw. nicht mehr vor dem Test geladen werden um nicht realitätsfremd die Lichtmaschine zu entlasten. Ganz an den Alltag wird man aber auch mit diesem Test-Zyklus nicht herankommen - immerhin, es ist zu erwarten dass der Verbrauch etwas realistischer angegeben wird = höher als mit dem alten Zyklus = was aber auch bedeutet, dass sich künftig die KFZ-Steuer nicht mehr an den alten Fantasiewerten orientiert = was wiederum bedeutet, dass auch hier künftig mehr gezahlt werden muss. Von den KFZ-Haltern. Man könnte also immerhin sagen, dass uns die Autoindustrie zuvor vor eigentlich real höheren fälligen Steuern beschützt hat, indem sie zu niedrige Werte angegeben hat... 

Nun, auch hier dürfte sich die Freude und Einsicht in Grenzen halten - wenn KFZ-Halter nun höher eingestuft werden und mehr zahlen müssen, da zählt denn der Ärger wahrscheinlich mehr als die Einsicht, dass ihr geschätztes Fahrzeug nun realistischer eingestuft ist und die Steuer fairer berechnet wird.


Und unsere Transsports? Naja - es dürfte etwas blauäugig sein, wenn wir über die Maßen überrascht wären, wenn nun auch wir einmal von Fahrverboten betroffen sein sollten. Die Fahrzeuge haben nun ein Alter von maximal 29 Jahren. Dass die vielleicht nicht mehr ganz up-to-date in Sachen Verbrauch und Abgasverhalten sind - man könnt es sich selbst denken. Ich habe meinen gekauft - da war der schon 10 Jahre alt. Mir war damals klar, dass ich kein neues Auto kaufe. 

Verstehen kann ich den Frust bei den Menschen, die sich in den letzten Jahren ein neues Auto gekauft haben - in der Annahme damit einigermaßen zukunftssicher aufgestellt zu sein. Und jetzt feststellen, dass sie belogen und mit falschen Angaben betrogen wurden.

Und wer nun auf moderne Benziner gesetzt hat? Ist der wenigstens auf der sicheren Seite? Also, da es entsprechende erste Berichte und Tests gibt, die bei modernen Benzin-Direkteinspritzern teilweise höhere Feinstaubwerte gemessen haben als bei Dieseln mit Partikelfilter warte ich täglich darauf, dass nun auch das Benzin-Gate, der Benzin-Skandal - oder wie man ihn auch immer nennen mag - bekanntgegeben wird. Dann sind alle wieder ganz überrascht...

Und zu den Dieselfahrern gesellen sich unzählige weitere frustrierte Mobilisten.
Und Menschen in verkehrsreichen Gegenden werden sich - zurecht - darüber aufregen, was da wieder auf sie losgelassen wurde.


Die Frage ist, was lernen wir daraus?
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“Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.”
(Pythagoras, antiker griechischer Philosoph, ca. 570 v.Chr. – 510 v.Chr.)
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#43
Zitat:Verstehen kann ich den Frust bei den Menschen, die sich in den letzten Jahren ein neues Auto gekauft haben - in der Annahme damit einigermaßen zukunftssicher aufgestellt zu sein. Und jetzt feststellen, dass sie belogen und mit falschen Angaben betrogen wurden.

es ist ja nicht nur das.
Grundsätzlich gibt es wohl gerad ein Umdenken, was Benziner und Diesel betrifft. Einige sprechen von 2050, andere, eher Grüne gar von 2035 für das Ende der beiden. 2035?? So lang wollt ich schon noch TS fahren....
Dann brauch ich zwar nicht mehr zwingend einen 7-Sitzer, aber wenn er läuft und durch den Tüv kommt, warum nicht?
Die Kleinste ist jetzt 10, dann gehts im Zwei-Jahres-Schritt aufwärts bis das Auto voll ist. Ab nächsten Sommer besuchen alle das Gymnasium in der Stadt, nach Schuljahresplan heute also mindestens noch 8 Jahre Schule mit Veranstaltungen, mit dem gemeinsamen Ausarbeiten von Hausaufgaben, Vorträgen usw bei Kindern in irgend einem Nachbarort, zu dem es nie und nimmer eine direkte Verbindung geben wird. Und in der Vergangenheit war es so, das es nie der nächste Nachbarort ist, der mal eben über den neuen geteerten Radweg zu erreichen ist, nein, es geht ans andere Ende des Landkreises....
Naja, selbst Schuld. Als Kind hatte ich zwar keine Wahl als die Eltern von der Stadt ins Grüne zogen, aber zum Hauskauf hat mich keiner gezwungen. Nicht mehr lang, dann steht eine sechs vorn beim Alter, da freut sich jede Bank bei einer Kreditanfrage. Den bekommst du garnicht mehr abbezahlt.....
Interessanterweise geht die ganze Autoproblematik doch nur um deutsche Hersteller. Schon mal von Betrugssoftware bei Volvo oder Fiat gelesen? Volvo hat keinen 7-Sitzer, deren Notsitze mal ausgenommen, die sind zwar eingetragen, aber nix auf Dauer. Und Fiat?? Naja, eher häßlich. In der DDR haben wir in unserer Forstwerkstatt jeden Monat einen (russischen) Benzin-Jeep (Verbrauch: 25-28 Liter Bezin auf 100 km) auf deutschen Diesel umgebaut. Ich wüßt, wie es geht. Aber solch Umbau kostet mittlerweile mehr als ein neues Auto. Käme eh nur Elektro in Frage.
Man sieht schon, einen richtigen Plan hab ich nicht und wenn es hier morgen ein Fahrverbot gibt, steh ich genauso da, auch mit der Meinung, das solch Fahrverbot nur eine Frage des Wann ist. In der Vergangenheit war ich mir aber sicher, das ein Verbot für unsere Euro-2-Autos eher von oben kommt, per Gesetz mit ein paar Jahren Vorlauf. Jetzt haben wir Nov 2018 und in Köln ist ab April 2019 Schluß für Euro2-Benziner, schon arg kurz die Zeit. Bis jetzt konnte man in Berlin abwinken. Hamburg? Mensch, nix passiert, fährst halt ne andere Route. Aber es werden schlagartig mehr Städte mit Fahrverbot a la Köln, wo der gesamte City-Bereich abgeriegelt wird, da kommt die Mutti in Bedrängnis. Zwei Quittungen in Bayern und Hessen gab es schon
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#44
Der ganze öko-Unsinn hat zum Glück (noch) nicht PL erreicht, jedoch wenn ich Euch, meine Nachbarn fragen darf: was also in solche Sitiuation, wenn jemand einen Diesel oder Benziner EU2 bzw. 3 besitzt und in dieser Zone wohnt - wird er davon verbannt?
F.I.A.T. - Fuck Italian Automobiles from Turin - drive MOPARs Cruise    MPG = sMiles Per Gallon Opa

1993 Pontiac Trans Sport 3.8
1996 Chevrolet Astro 4.3 Conversion Van
1998 Jeep Cherokee 4.0 Limited
1999 Honda Logo
2001 Chrysler PT Cruiser 2.0 Touring
2004 Chrysler 300C 5.7 HEMI
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#45
(12.11.2018, 16:27)norA schrieb: Der ganze öko-Unsinn hat zum Glück (noch) nicht PL erreicht, jedoch wenn ich Euch, meine Nachbarn fragen darf: was also in solche Sitiuation, wenn jemand einen Diesel oder Benziner EU2 bzw. 3 besitzt und in dieser Zone wohnt -  wird er davon verbannt?

Der Fahrzeugbesitzer nicht, das Auto auch nicht, du darfst das Auto in diesem gekennzeichneten Bereich nicht mehr benutzen. Sofern das kontrolliert wird, gibt es erstmal Strafzettel, als Wiederholungstäter wird man auch schon mal abgeschleppt und wer das auslotet bis zum Geht-nicht-mehr, kann auch mit einer Zwangsstilllegung rechnen. Fünf Strafzettel und zwei Mal Abschleppen, hast schon wieder einen Gebrauchten mit Euro 4.
Das Theater gab es schon mal nach Einführung der Umweltplaketten. Je nach Stadt, darf dann auch nur die grüne Plakette rein. So war das irgendwie auch kontrollierbar, hängt ja vorn an der Scheibe
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